Sehenswürdigkeit:
Schloß Schwante
Schloß Sommerswalde
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Zur Geschichte:


Seit dem Jahre 1574 ist Schwante eine Kirchengemeinde, sie besitzt eine Kirchenchronik, die mit diesem Jahr beginnt. Die Chronik ist eines der ältesten Kirchenbücher in der Mark Brandenburg. Daraus geht hervor, daß bereits im Jahre 1150 auf dem Gebiet von Schwante eine Niederlassung bestanden haben soll. Eine Urkunde aus dem Jahr 1273 berichtet, daß Schwante zu den Orten gehört, die von dem Nonnenkloster Spandow "Weinlieferungen für gottesdienstliche Handlungen" erhielt. In dieser Urkunde wird Schwante "czwant" genannt, das wäre die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.
In den letzten Jahren hat sich der Ort Schwante von einem Agrarstandort in einen Wohnstandort entwickelt, die Einwohnerzahl ist inzwischen auf fast 1.900 angewachsen. Die neu ausgebaute Kindertagesstätte im Ort kann bis zu 120 Kinder aufnehmen.
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt das Schloss Schwante mit seinem schön angelegten Park, Das Schloss Sommerswalde und die Kirche, die zur Zeit aufwendig restauriert wird. Viel Entdeckenswertes bietet die Landschaft rings um den Mühlensee bei Schwante und Vehlefanz sowie eine abwechslungsreiche Mischung aus Feld-, Wald- und Wiesenlandschaft in der Umgebung des Ortes.
(Quelle: Amt Oberkrämer, Fotos: C&D-Design Pratsch) |
Die stummen Frösche von Schwante
In dem Dorfe Schwante, zwischen Kremmen und Oranienburg sowie in einer ziemlichen Entfernung um das Dorf herum, läßt, so viele Frösche auch dort vorhanden sind, doch kein einziger seine Stimme vernehmen. Wenn denn aber einer etwas von sich verlauten läßt, so findet er doch keine Zustimmung bei den anderen.
Das hat folgende Ursache: Einmal war Besitzer von Schwante ein edler Graf von Redern, der in einem Frühling von schwerer Krankheit befallen war, die ihm viel Unruhe bereitete. Diese wurde durch das vielfältige Geschrei der Frösche derart vermehrt, daß er keinen Schlaf mehr fand, den ihm auch keine Arznei zu bringen vermochte, so daß man allmählich an seiner Genesung zu zweifeln begann, weshalb die Frau des Hauses fort und fort in bittere Tränen ausbrach.
Da kam eines Tages ein fremder Mann zum Schloß, der bat um ein Almosen, sah, wie er so in der Tür stand, den Jammer des Hauses und fragte nach der Ursache. Als er alles erfahren hatte, sagte er: "O, wenn Eurem Herrn damit geholfen wäre, so sollen die Frösche bald stille schweigen." Diese seltsamen Worte brachte man erst vor die Gräfin, danach vor den Herrn selber, und dieser gebot, daß man dem Manne einen Sack Roggen geben solle, wenn er sein Versprechen hielte. Der Mann begab sich hierauf fort, umging den Hof im Kreise, soweit als ihn dünkte, daß der Frösche Stimmen lästig sein könnten, gebrauchte dabei seine geheime Wissenschaft und brachte es wirklich fertig, daß das unaufhörliche Geplärre verstummte.
Und so ist es hernach mit den Fröschen geblieben bis auf den heutigen Tag, also, daß sie zwar in dem Wasser und Morast bei dem Dorfe gefunden werden, aber kein solches Geschrei erhebenwie es außerhalb dieses Kreises geschieht. Und so würde es in hundert Jahren bleiben, hatte der Mann gesagt, womit er, wie wir heute wissen, auch die Wahrheit sprach.
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