Wohnen in Oberkrämer 
Die Gemeinde Oberkrämer liegt im äußersten Nordwesten des Landkreises Oberhavel, sie umfaßt eine Fläche von ca. 10.900 Hektar. Den größten Flächenanteil mit 54,8% nehmen landwirtschaftliche Nutzflächen ein, gefolgt von Jagdflächen mit 29,6%. Der Anteil der Siedlungsflächen ist mit 5,9% sehr gering, ebenso der Anteil der Verkehrsflächen.
Aufgrund seiner äußerst günstigen Verkehrsanbindung un der Nähe zu Berlin ist der Gemeindebereich ein interessanter Wohnstandort und in den Ortsteilen Bärenklau, Bötzow und Eichstädt sind Gewerbeflächen ausgewiesen. Die Gärtnerei- und Landwirtschaftsbetriebe der Region sorgen mit der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen für eine intakte Landschaft und tragen zur Tourismusförderung bei. Zur Verbesserung der Erholungsmöglichkeiten haben in letzter Zeit mehrere Projekte beigetragen: Die Schaffung des Wanderweges um den Mühlensee im Bereich Schwante/Vehlefanz, die Gestaltung der Parkanlage im Schlosspark des Schlosses Schwante, die Gestaltung des Dorfteiches mit Anlagen in Bärenklau, der Rad- und Wanderweg von Eichstädt über Marwitz nach Bötzow, die Gestaltung des Fenn in Bötzow und im Krämerwald die Schaffung von Wander- und Erholungsmöglichkeiten am Ziegenkrug.
Zum Naturraum des Krämer Forst gehören ausgedehnte Wiesen- und Luchwiesengebiete in den Niedrungen, große zusammenhängende Kiefern- und Mischwälder im zentralen Teil des Glien und Ackerflächen auf den Hochflächen und den Hängen des Glien. Die niedrigen Grundwasserstände auf der Höhenlage waren Voraussetzung für die Entwicklung eines großen, heute noch weitgehend unzerschnittenen Waldgebietes, des "Krämer". Der Glien wurde seit dem 7. Jahrhundert von Slawen, später Wenden und Askaniern besiedelt. Erst im 12./13. Jahrhundert zogen deutsche Bauern in das Gebiet ein.
Im Jahre 1718 begann Friedrich Wilhelm I. mit der Urbarmachung des Luchlandes, innerhalb von nur sechs Jahren wurde ein Grabensystem mit einer Gesamtlänge von 540 km gezogen. Infolgedessen sank der Grundwasserspiegel um bis zu 2 Meter und an die Stelle der Sumpf- und Bruchlandschaft trat nun genutztes Grünland.
Bis 1832 führte die alte Poststrecke Berlin - Hamburg über Bötzow, durch den Krämer Wald bis nach Flatow. Diese wichtigste Verbindung verlor mit dem Bau der Eisenbahnlinie ihre Bedeutung. Die ehemalige Postmeisterei, der im Krämer Wald gelegene "Ziegenkrug", diente noch bis 1975 dem DDR-Schriftstellerverband als Erholungsheim.
(Quelle: Gemeinde Oberkrämer, Fotos: 1 Gemeinde Oberkrämer, 2,3 C&D-Design Pratsch)
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