Stadt Liebenwalde
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Fakten:
Einwohner: 2.588
(Quelle: Landratsamt Stand 30.06.03) Postleitzahl: 16559
Vorwahl: 033054

OT Liebenwalde,
Stadt Liebenwalde
Marktplatz 20
16559 Liebenwalde
Telefon: (033054) 805-10
Fax: (033054) 805-70

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Ca. 16km nördlich von Oranienburg liegt das kleine Städtchen Liebenwalde an der Bundesstraße 167. Der Vosskanal, der Lange Trödel, die Havel und der Oder-Havel-Kanal sowie der Mühlensee, der Beverinsee und der langgestreckte Wutzsee machen Liebenwalde zum Anziehungspunkt für Naturliebhaber und Wassersportler.

Rathaus LiebenwaldeDer historische Stadtkern blieb von einer Zerstörung im 2. Weltkrieg weitgehend verschont, wodurch auch heute noch ein homogenes städtebaulich-architektonisches Erscheinungsbild des Ackerbürgerstädtchens erhalten ist.

Um 1200 errichteten Askanier eine Burg auf ainem slawischen Burgwall, 1232 soll es gegründet worden sein, im Jahre 1244 wurde Liebenwalde als "Levenwalde" erstmals urkundlich erwähnt. Das älteste bekannte Stadtsiegel stammt aus dem Jahre 1349 und 1573 wurden 103 Feuerstellen in dem Ort gezählt. Bei einem Feuer 1686 wurden 84 Wohnhäuser, die Kirche, das Pfarrhaus und die Schule vernichtet.

Seinen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Liebenwalde 1746 mit dem Bau des Finowkanals, als 1914 der Oder-Havel-Kanal beschiffbar wurde, beginnt ein zeitweiliger Niedergang des Ackerbürgerstädtchens. Heute stezt Liebenwalde auf den Tourismus, viel wird in die touristische Infrastruktur investiert, das Erscheinungsbild der Altstadt zeugt von großen Anstrengungen.

Das Stadtleben wird auch von vielen Vereinen mitgetragen, Heimat- und Geschichtsverein, Fremdenverkehrsverein, Handballer oder Fußballer, Gesangsverein, Taubenzüchter, Angler und Jäger - Sie alle setzen sich für die Stadt Liebenwalde ein.

Die Altstadt von Liebenwalde ist um den Marktplatz herum ein ansehnliches kleines Städtchen, mit vielen gut erhaltenen Die Kirche in LiebenwaldeFachwerkhäusern rund um die Kirche und das historische Rathaus mit dem Heimatmuseum. Man kann hier in vielen kleinen Geschäften bummeln oder sich in den Restaurants die gute Küche schmecken lassen.

Eine Kette von fünf Seen und die wald- und wiesenreiche Gegend laden zu ausgedehnten Spaziergängen genauso ein, wie zu Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt Liebenwalde und deren Umgebung. Ein Besuch des Wildpferdgeheges in Liebenthal sollte genauso zum Programm gehören wie die Schleuse Bischofswerder und das Heimatmuseum im ehemaligen Stadtgefängnis. 

Der Finowkanal

Erstmalig wurde die Havel mit der Oder durch den Finowkanal in den Jahren 1605 bis 1620 verbunden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde er jedoch zerstört. In den Jahren 1743 bis 1746 gab es dann den zweiten Bau des Finowkanals.
Dadurch gab es die Verbindung zwischen der preußischen Hauptstadt Berlin mit dem bedeutenden Ostseehafen Stettin bis in den Norden. Man kann Oranienburg, Friedrichsthal und Malz passieren um in Liebenwalde in den Finowkanal einzufahren. Von dort geht's über die Zerpenschleuse Marienwerder und Eberswalde nach Oderberg und von dort auf der Oder in Richtung Ostsee. Die Kapazitäten der zum Teil künstlichen Wasserstraße wurden bald überfordert, so das bauliche Maßnahmen erforderlich waren. Es entstand die Anlage des Malzer Kanals in den Jahren 1827 bis Ende 1828.

Man legte dazu unterhalb der Vereinigung von Schneller und Fauler Havel östlich des eigentlichen Havellaufes den Malzer Kanal mit der Schleuse Malz als Seitenkanal an, der Unterkanal wurde bis zur Havel verlängert. Im Jahre 1831 bis 1834 wurden die Schleusen Dusterlake und Liebenwalde abgerissen und durch eine neue Schleuse bei Liebenwalde ersetzt, außerdem vertiefte man 1838 bis 1840 die "Faule Havel" bis zur Sohle des Malzer Kanals, begradigte den natürlichen Flusslauf und versah ihn mit Leinpfaden. Seitdem führt diese Wasserstraße von Malz über Dusterlake bis zum Abzweig des Finowkanals in Liebenwalde = "Malzer Kanal".


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