Zur Geschichte:
Die erste schriftliche Erwähnung von Hohen Neuendorf gab es im Jahre 1349 als "Nygendorf". 1375 war die Eigentümerin des Dorfes, die Witwe des Johann von Buch.
Im Jahre ca.1504 erwirbt die Familie Wins die Dörfer Hohen Neuendorf und Bergfelde. 1625 leben inzwischen schon 76 Einwohner in Hohen Neuendorf.
Erst 1653 kauft der Kurfürst für seine Gemahlin Henriette Bergfelde (Berckfeldt), Borgsdorf und Hohen Neuendorf. Alle werden dem Amt Bötzow (Oranienburg) zugeordnet.
Erstmals wird der Dorfkrug an der Oranienburger Str. in Hohen Neuendorf 1799 erwähnt, Krüger ist der Bergfelder Genzow. Bis 1812 lebt der Ort unter einer französischen Besatzung und hat bis zum Jahre 1848 ca. 180 Einwohner. Durch den Baubeginn der Nordbahn von Berlin in Richtung Stralsund 1872, wächst die Einwohnerzahl sehr schnell.
In Hohen Neuendorf gibt es die Haltestelle Stolpe an der Kreuzung der Bahn mit der Berliner Str., heute ist dort der Kreisverkehr zu finden. Um die Eisenbahn- Haltestelle entsteht die Wohnkolonie "Waldeshöh". Die Einweihung der evangelischen Kirche erfolgt 1909. Danach beginnt der 2 jährige Bau des Wasserturmes, den der Architekt Gottheiner im Spätjugendstil errichtet. 1936 erhält Hohen Neuendorf ein Rathhaus.
Am 4. September 1992 wird der Vertrag zur Bildung einer neuen Gemeinde Hohen Neuendorf von den Gemeinden Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf unterzeichnet. Die heutige Stadt Hohen Neuendorf mit ihren Ortsteilen Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf liegt unmittelbar nördlich an der Hauptstadt Berlin.
Zur Verkehrslage: Die Ortsteile liegen günstig an Autobahnen und Bundesstraßen.
- Bundesstraßen B96, B96a
- Autobahn A111 mit der Anschlussstelle 2b (Stolpe)
- Autobahn A10 Berliner Ring mit der Anschlussstelle 33 Birkenwerder
- Autobahn A10 Berliner Ring Anschlussstelle 32 Velten für Borgsdorf
- S- Bahn Stationen, alle Ortsteile verfügen darüber (im 20 Minuten- Takt)
Bergfelde
Der Ort "berchholtz" heute Bergfelde wurde mit einer Urkunde im Jahre 1349 erstmals schriftlich erwähnt. Im Jahre 1412 war Bergfelde im Besitz von Seyfrit von Buch unter dem Namen "Berkaw". Nachdem 1504 die Familie Wins aus Berlin Bergfelde und Hohen Neuendorf erwirbt, wird Bergfelde im Jahre 1608 "Berckfeldt" genannt. Als der große Kurfürst 1653 für seine Gemahlin Luise Henriette Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf kauft, werden alle dem Amt Bötzow (Oranienburg) zugeordnet. Im Jahre 1895 leben in Bergfelde 131 Menschen. Dreißig Jahre später wurde die Kirchengemeinde aus Birkenwerder ausgegliedert, und war Tochtergemeinde von Hohen Neuendorf.
Durch den Bau des Berliner Außenringes der Reichsbahn 1953 kam es zur Zerschneidung der Orte Bergfelde und Hohen Neuendorf. Am 13. August 1961 begann der Bau der Mauer, Bergfelde wird von seinem natürlichen Straßen-und Verkehrsanbindungen getrennt und erhält 1962 einen S-Bahnhof.
Im Jahre 1964 leben dann schon in Bergfelde 3218 Einwohner. 1993 werden die Gemeinden Bergfelde, Borgsdorf und Hohen Neuendorf aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde Hohen Neuendorf zusammengelegt. 1Jahr später am 4. Januar 1994 ist die erste historische Sitzung der neuen Gemeindevertretung, auch die Wohnanlage Friedrichsaue in Bergfelde wird bezugsfertig. Danach folgen am 1. April 1995 eine Pflanzaktion am Ökoturm in Bergfelde (es werden 6.000 Bäume und Sträucher gepflanzt) und am 15.Mai ist die Grundsteinlegung im Handwerker- und Gewerbepark. Inzwischen leben hier 3761 Menschen, die am 29.Mai mit dem Gemeindeparlament sich für das Wappen für Bergfelde entscheiden. Am 22. Juni ist eine Evakuierung von 800 Bergfeldern nötig, wegen einer Entschärfung einer amerikanischen 250-kg-Bombe, dies ist die erste Bombenentschärfung in der Gemeinde.
Borgsdorf
Im Dorfregister des Landbuches des Kaisers Karl IV. ist die erstmalige Erwähnung des Ortes Borgsdorf als "Borcharstorff" im Jahre 1375 zu finden. 1480 sind die neuen Besitzer von Borgsdorf die Grafen von Lindow-Ruppin. Nach dem 30jährigen Krieg sind 1649 nur noch der Bauer Tornow und sein Knecht in Borgsdorf.
Im Jahre 1710 kauft der Gastwirt Koch den Besitz der 6 Bauern von Borgsdorf, sie werden bei Ihm Tagelöhner. In dieser Zeit entstand die spätere Kolonie "Weißes Haus", die damals "Kochs Anlage" genannt wurde. 1722 wohnen dann schon (49 Menschen) der Pächter, acht Tagelöhner, ein Hirte, der Krüger (Gastwirt) mehrere Knechte und Mägde im Ort.
Von 1807 bis 1812 hat der Ort eine französische Besatzung. 1840 zerstört ein großer Brand fast das gesamte Borgsdorf. 1851 entstehen im Ort die ersten Ziegeleien und es werden 130 Personen gezählt.
1904 im Oktober wird die Borgsdorfer Feuerwehr gegründet und im selben Jahr werden die Ziegeleien stillgelegt, auf deren Gelände entsteht die Kolonie Borgsdorf mit zahlreichen Landhäusern. Auch in diesem Jahr gründet Curt Moll seine Nelkenzuchtanstalt, die sich sehr erfolgreich entwickelt und Borgsdorf weltberühmt macht, darauf hin gründet Gastwirt Franz Kurth und Wassersportfreunde in Borgsdorf die Wassersportsiedlung Venedig in Jahre 1929.
1994 ist die Errichtung des Wohnparks "Georgstraße" und 1 Jahr später werden schon 1387 Einwohner gezählt. 1996 schwebt auch die Richtkrone über dem Baugelände "Wohnungsbau und Grünraum" in Borgsdorf. Die Zählung 1997 ergab eine Einwohnerzahl von 2771.
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