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Stadt Kremmen |
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Das märkische Straßendorf Groß-Ziethen liegt in der Auenlandschaft des Glien. 1134 erhielt Albert der Bär von König Konrad II. die Nordmark zugesprochen.
![]() Die erste Erwähnung fand Groß-Ziethen in der Urkunde vom 11. November 1313. Der Ort hat wahrscheinlich eine ältere Geschichte als die urkundliche Erwähnung belegt. Offenbar stammt der Ortsname nicht von dem märkischen Adelsgeschlecht derer von Ziethen, sondern von dem slawischen Wort "Zita", wendisch Getreide oder zu deutsch "Grünfeld" her. 1355 gelangte die Familie von Bredow erstmals in den Besitz des Dorfes. Um 1718 erbaute die Familie von der Lütke auf den Resten des alten Anwesens ein Barockschloß. Neben den von Bredows gab es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Besitzerwechsel. Dann erwarb Ottonie von Massow, geborene von Bülow den Besitz vom Landrat von Drewitz. Den barocken Schloßbau ließ sie 1898 beidseitig durch zweiachsige dreigeschossige Eckpavillons im neuklassizistischen Stil erweitern. Ihr Bruder Curt von Bülow kam 1918 in den Besitz von Groß-Ziethen und vererbte das Anwesen seinem Sohn Friedrich, dass er bis 1945 besaß.Wie in der Zeit üblich, wurden im 19. Jahrhundert in Groß-Ziethen zwei Ziegeleien errichtet, um den Bedarf an Ziegeln im Umland abzudecken. Aus der früheren Geschichte des Ortes geht hervor, dass sich unweit des heutigen Schlosses eine alte Burg befunden hat. Die Entstehung dieser Burg datiert in das 13. Jahrhundert. Gegenüber vom Schloß liegt die Dorfkirche. Am 5. April 1881 brannte die barocke Kirche vollständig aus. Von 1882 bis 1884 wurde ein Neubau in gotischer Form errichtet. Dabei fand man ein gut erhaltenes Gewölbe, die Grablege der Familie von Bredow. Ein Sarg wurde in das Märkische Museum Berlin überführt. Heute hat Groß-Ziethen etwa 250 Einwohner. (Quelle: Amt Kremmen, Fotos: C&D-Design Pratsch) |